Über mich

Hier. Jetzt gerade.

Ein Schreibtisch, zwei Pflanzen drauf, ein Sonnenklecks. Gedanken, die manchmal durcheinander geh'n. Termine. Pläne. Und wie kann das geh'n?

Gerne führe ich mal mit dem Rad nach Syrakus. Und dann würde ich erzählen wie's gewesen ist.

Zickzack?

Das scheint nur so. In den Lagerregalen: die nächtlichen Städte und die lange Zeit, die in ihren Straßen gespeichert ist. Musik in einem Zimmer unter dem Dach. Die sonnigen Hügel Thüringens und seine schönen Dörfer. Manchmal stand jemand an einer Ecke, der erinnerte sich. Und all die Bücher – Blatt für Blatt. Gespräche mit Geistern aus einer anderen Zeit. Manchmal war da so ein schön gebauter Satz, der klang: das war immer das Beste!

Als ich jung war, wollte ich ein Handwerk lernen. Mit der Hand etwas machen, das fand ich gut. Also habe ich mich auf den Weg gemacht und von Westfalen bis nach München an viele Türen geklopft. Aber – überall schüttelten alle den Kopf. Dann habe ich studiert, geplant, gebaut, geforscht... Naja. Die Eingangsstufe zum Portal ist fertig geworden. Der Dom blieb in den Wolken. Die Musik und die Bücher sind in all diesem Lärm fast verschwunden. 

Dann zu Fuß über die Hügel und Städte. Unterwegs sein da wo ich bin – das fand ich gut. Mit jeder kleinen Reise kam mir das Land ein bisschen näher. Aber irgendwann setzte der Niesel ein. Dafür war die Musik wieder da und die Bücher auch. 

Dann habe diese Geschichten gefunden: Odysseus, Orpheus, Pan und all die anderen. Uralt. Aber seltsam – wenn man ihnen zuhört, klingen sie wie jetzt eben. Ab und an fand sich eine Teetasse (die spricht!) oder eine seltsame alte Frau unter all den Göttern und Helden. 

Erzählen! 

Das klingt gut! Erst ist immer alles rätselhaft: Was passiert denn da? Man nimmt die Dinge auseinander, betrachtet sie von links und von rechts, setzt am Ende alles wieder zusammen. Aber – nicht ganz so wie es war. Das eigene Leben vermengt sich ja mit dem der Figuren. Diese Arbeit ähnelt der von früher: Was passiert, wenn ich umräume? Anderwo beginne? Ins Licht stelle, was bisher im Schatten lag? Und dann sind da all diese Fragen: Was hat Medea gedacht, als man ihr hinterherrief: "Du Mörderin!"? Und – war sie es denn? Wer war Orpheus, bevor er ins Reich der Toten ging? Was dachte die kleine Tasse, bevor sie an die Tür klopfte und die Welt wieder ins Lot rückte?

Die Geschichten leben von ihren Figuren. Die sind getrieben – wie wir! Medea, Orpheus, Narziss... da tauchen Bilder auf, vage. Wenn man die schüttelt, ein bisschen, nur so, dass abfällt, was man nicht mehr braucht – dann fliegen sie wieder.

Mit etwas Glück trifft so eine Geschichte auf gut gestimmte Ohren. Dann spielt alles mit. Aus Raum und Klang, Erinnerung und Bildern in der Luft entsteht – ein großes Instrument. Das surrt und brummt und zieht ein bisschen an den Nerven. Manchmal bleibt eine winzige Spur.

Referenzen

  • Klassik Stiftung Weimar
  • Berliner Märchentage
  • Schwartzsche Villa, Berlin
  • Kultürchen Jena
  • Erzählathon (online)
  • Universität Erfurt
  • Schulen in Weimar und Erfurt
  • selbst organisierte Veranstaltungen in Weimar und Berlin

Ausbildung & Workshops

  • Zertifikatskurs Künstlerisches Erzählen – Universität der Künste Berlin
  • Bühne, Sprechen und Erzählstoffe – Sophia Backhaus in Weimar
  • Rhythmus, Percussion, Schlagzeug und Improvisation – Musikschule Neue Musik in Leipzig (u.a.)
  • Workshops – Figurentheater Kolleg Bochum, Europäische Märchengesellschaft u.v.a.

Der große Deng

Ein erster Versuch: eine absurde Straßenrand-Performance.
Im Auftrag des Kunstfests Weimar, August 2020.

Mitgliedschaften

Auch als Stadterzählerin unterwegs
in Weimar und Thüringen

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